Schulen in der Schweiz

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Universitäten und die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) vermitteln theoretisches Grundlagenwissen. Zudem betreiben die Universitäten Grundlagenforschung und vermitteln wissenschaftliche Vorgehensweisen. Der Bildungsauftrag vom Bund für Universitäten definiert, dass die Lehre und Forschung an den Universitäten auf einem hohen Abstraktionsniveau erfolgt. Das heisst, dass die Universitäten Fragen und Antworten suchen müssen, die bisherige Erkenntnisse übersteigen. Das universitäre Studium eignet sich deshalb für all jene, die Neues entdecken, herkömmliche Meinungen und bestehendes Wissen hinterfragen und reflektieren wollen. Dazu gehört in Kenntnis des Forschungsstandes –auch die Entwicklung von neuen Fragen und Hypothesen. Die Forschung hat an Universitäten oftmals einen wichtigeren Stellenwert als an Fachhochschulen.

Fachhochschulen orientieren sich bei der Wissensvermittlung stärker an der Berufspraxis. Dabei stehen die Fachhochschulen in engem Kontakt mit der Arbeitswelt und fördern die angewandte Forschung, Berufspraktika und Praxis-Projekte. Die Fachhochschulen gliedern sich aktuell in sieben Regionen (Nordwestschweiz, Ostschweiz, Zürich, Innerschweiz, Bern, Italienische Schweiz, Französische Schweiz). Zu den Fachhochschulen gehören ebenfalls die zwei vom Bund anerkannten privaten Fachhochschulen Kalaidos und die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS). Im Gegensatz zu den Universitäten ist es die Aufgabe der Fachhochschulen, ein anwendungsorientiertes Fachstudium anzubieten. Bei der Forschung liegt der Fokus ganz klar auf deren Anwendung.

Die Pädagogischen Hochschulen bilden die Lehrkräfte der Zukunft aus. Das Ausbildungsangebot geht von Lehrkräften für Kindergarten (Vorstufe) über die Volksschule (Primarstufe, Sekundarstufe I) bis zur Sekundarstufe II. Zudem bieten die Pädagogischen Hochschulen sehr breite und praxisorientierte Aus- und Weiterbildungen im Bereich der Logopädie und Sonderpädagogik an. Alle Abschlüsse der aktuell 13 Pädagogischen Hochschulen sind schweizweit anerkannt.

Die höhere Berufsbildung vermittelt Qualifikationen, die zum Ausüben einer anspruchs- und verantwortungsvollen Berufstätigkeit erforderlich sind. Sie versorgt die Wirtschaft mit ausgewiesenen Fachkräften. Neben den Bildungsgängen an höheren Fachschulen (HF) gehören auch die eidgenössischen Berufsprüfungen sowie die eidgenössischen höheren Fachprüfungen zum Bereich der Höheren Berufsbildung. Die höhere Berufsbildung bildet zusammen mit den Universitäten und Fachhochschulen die Tertiärstufe des schweizerischen Bildungssystems.

Die Bildungsgänge an Höherern Fachschulen gehören ebenfalls in den Bereich der höheren Berufsbildung und sind sehr praxisorientiert und vermitteln vor allem Fachwissen eines spezifischen Bereichs. Sie fördern berufsrelevante Führungs- und Fachkompetenzen und verbinden die Theorie mit der Praxis. Wer sich für eine Vollzeitausbildung entscheidet, muss ausserdem noch ein Praktikum abschliessen. Die Absolventen einer Höheren Fachschule sind in der Arbeitswelt wegen ihrer handlungsorientierten Kompetenzen sehr gefragt und können unmittelbar in den Arbeitsmarkt eintreten. Ein Abschluss einer Höheren Fachschule führt hauptsächlich zu Tätigkeiten mit praktischen, fachlichen und führungsbezogenen Fragen und ermöglicht es den Absolventen, Fach- und Führungsverantwortung in ihrem jeweiligen Bereich zu übernehmen.