

Technische Berufsschule Zürich
TBZ
Technische Berufsschule Zürich
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Überblick
299 Erfahrungen
Nach vier Jahren in diesem Bunker, der im Stadtbild von Zürich ungefähr so elegant wirkt wie ein Betonklotz auf einem Feldweg in Albanien, bin ich endlich aus diesem Zuchthaus befreit. Wem 37 Grad im Schatten noch zu wenig sind, dem kann ich den Sommerunterricht an der TBZ wärmstens empfehlen. Im 5. Stock darf man einem unmotivierten Lehrer zuhören, wie er bei gefühlten 45 Grad versucht, einen Projektablauf zu erklären, den man hundertprozentig irgendwann im Leben mal brauchen wird. Ich bis jetzt zwar noch nicht, aber es wurde mir mit der Energie eines Mannes erklärt, der innerlich bereits gekündigt hat. Also muss es ja stimmen. Falls einem das nicht zuspricht, kann man alternativ im 9. Stock in der Turnhalle zwei Stunden Pingpong spielen, bei angenehmen 51 Grad. Die Fenster auf allen Seiten sorgen dabei für ein besonders exklusives Erlebnis, da man selbst in der hintersten Ecke der prallen Sonne nicht entkommt. Sonnencreme für den Sportunterricht wäre also keine schlechte Idee. Vielleicht auch ein Hitzeschutzanzug. Ein weiterer grosser Pluspunkt ist natürlich das Internet. Eine Schule, an der Informatiker ausgebildet werden, braucht selbstverständlich eine starke Internetverbindung. Das merkt man an der TBZ sofort: In ungefähr 20% der Zimmer hat man tatsächlich guten Empfang. In den restlichen 80% darf man sich glücklich schätzen, wenn Google nach drei Minuten überhaupt lädt. Für eine Informatikschule ist das natürlich ein starkes Statement. Wahrscheinlich soll man hier lernen, wie sich Netzwerkausfälle emotional anfühlen. Auch die Sauberkeit der Schule verdient ein besonderes Lob. Hier wurde ich fast ein wenig emotional, weil es warme Kindheitserinnerungen an einen Müllberg in Ghana geweckt hat. Wohin man auch schaut: Servietten am Boden, leere PET-Flaschen, Red-Bull-Pfützen oder überlaufende WCs. Wirklich 1A. Man kann hier fast vom Boden essen, was das Essen aus der Cafeteria vielleicht sogar verbessern würde. Die Lehrpersonen sind ebenfalls ein echtes Aushängeschild der Intellektualität. Ob SQL-Code auf Papier, 13 Präsentationen in einem achtwöchigen Modul oder Lehrer, die als Menschen vollkommen okay sind und mit denen man gerne mal ein Bier trinken würde, aber vorne im Unterricht sitzen und entweder YouTube-Videos schauen oder Videospiele spielen, natürlich auf dem Projektor, weil die Technik offenbar schwieriger zu bedienen ist als ein Atomreaktor. Man merkt: Die Schule lebt den Bildungsauftrag. Manchmal einfach sehr kreativ. Fairerweise muss man sagen: Es gibt ein paar Lehrpersonen, die wirklich einen guten Job machen. Leute, die ihren Schülern Wissen vermitteln wollen, die motiviert sind und einen wirklich weiterbringen möchten. Leider ist das eher ein Bruchteil. Aber hey, Qualität statt Quantität, oder in diesem Fall: ein paar Tropfen Trinkwasser in der Wüste. Alles in allem war dieses Erlebnis an der BMS wie das Essen eines Hochzeitskuchens mit Diabetes: theoretisch ein grosser Moment, praktisch einfach nur Schmerz, Schweiss und die Frage, warum man sich das freiwillig angetan hat.
Jeden Montag und Dienstag seit ca. 2 Jahren darf ich mich in das wunderschöne Soviet-Style Architekturmeisterwerk welches sich selbst eine Berufsschule schimpft setzen. Mein Leben hat sich dadurch merkbar verändert; jedes Gebäude mit einem brutalistischen Baustil gibt mir Post-Vietnam Flashbacks, sogar meine Therapeutin weiss nicht was machen. Manche Lehrer an der Schule sind brilliant, intelligent und kreativ. Meiner Meinung nach sollten diese brillianten Lehrer den vollen Lohn der anderen Kategorie an Lehrer bekommen, welche primär meine Resilienz gegen CIA-Style Folter (z.B Waterboarding oder Schlafentzug) testen. Die Infrastruktur der Schule hat sich merkbar verbessert, vor wenigen Jahren haben sich beide Schulgebäude eine (!) Gigabit-Anbindung an das Premium-Backbone der Swisscom geteilt. Heute sind es zwei (!!!) Gigabit-Leitungen die auf komische Art und Weise in einem Bond sitzen. Dank dem Premium-Backbone der Swisscom, welches auch von der ComCom geliebt ist, gibt es trotzdem nur 20Mbps ingress. Ein Verbesserungsvorschlag von mir wären Klimaanlagen, auch Monoblocks wären okay. Zur Sommerzeit ist es echt schwierig, sich im fünften Stock des Bunkers zu konzentrieren da die Innenraumtemperatur auf den Durchschnitts-IQ (35) steigt. Glücklicherweise stellt die Schule einen (EINEN!!) Xiaomi-Ventilator pro Klassenzimmer bereit, welcher ca. 1.5qm³ an Luft pro Stunde bewegt. Darüber wird natürlich jeden Tag in der Schule gestritten, man kann ja nichts haben. Ich bin zuversichtlich, dass die Stadt Zürich irgendwann (ca. 67 A.K. (After Kirk)) der TBZ Geld für ordentliche Infrastruktur (Welche NICHT von der Swisscom betrieben wird) und geeignetem Air conditioning bereitstellt. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Ich hatte sehr schwere depressionen wegen dieser Schule, aber ein Lehrer hat meinen Namen vergessen und mir deswegen 2 Franken gegeben und hat gesagt "Kauf dir damit einen Kaffee" ich hab mir ein Redbull gekauft, jetzt habe ich Herzprobleme weil ich suchtig bin, schwere Depressionen und Selbstmordgedanken. Einer aus meiner Klasse hat eine Beziehung zu seiner Cousine. Ich kann das alles nicht mehr
Die TBZ ist schlichtweg bodenlos und eine absolute Zumutung für jeden, der im 21. Jahrhundert lernen will. Es ist mittlerweile so schlimm, dass mein Betrieb mir ernsthaft eine Kompensation zahlt, weil man den psychischen Schaden durch diesen veralteten Zirkus sonst gar nicht aushält - echtes Schmerzensgeld für verlorene Lebenszeit eben. Zwischen Lehrpersonen, die fachlich im letzten Jahrtausend hängengeblieben sind, und einer Infrastruktur, die kurz vorm Auseinanderfallen ist, lernt man hier höchstens, wie man Frustresilienz aufbaut. Wer hierhin muss, hat mein tiefstes Beileid; ohne die Zusatzzahlung von meinem Chef wäre ich schon längst weg
Die Technische Berufsschule Zürich (TBZ) ist ohne Zweifel eine der besten Ausbildungsstätten in der ganzen Schweiz – vielleicht sogar im gesamten deutschsprachigen Raum. Schon beim Betreten des Gebäudes merkt man, dass hier nicht einfach nur gelernt, sondern gelebt und geforscht wird. Die Mischung aus moderner Infrastruktur, engagierten Lehrpersonen und einem Umfeld, das Innovation fördert, macht die TBZ zu einem Ort, an dem man wirklich wachsen kann – fachlich, beruflich und menschlich.