Kryptowährungen sind längst im Mainstream angekommen.
Trotzdem halten sich gerade im regulatorischen Umfeld hartnäckige Mythen.
Wir räumen mit drei davon auf – und zeigen, warum Krypto-Compliance heute fundiertes Know-how erfordert.
📍 Mythos 1: Kryptowährungen sind intransparent
Bei einer klassischen Banküberweisung kannst du den Absender sehen, vielleicht noch zwei Zwischenbanken. Danach wird es schnell dunkel.
Bei Kryptowährungen ist es genau umgekehrt.
Realität:
Kryptowährungen laufen über eine Blockchain. Das heisst konkret, jede einzelne Transaktion ist:
- dauerhaft gespeichert
- technisch nicht manipulierbar
- transparent und rückverfolgbar bis zur ersten Bewegung
→ Jede Transaktion von Bitcoin, Ethereum & Co. hinterlässt eine digitale Spur, die niemals gelöscht werden kann.
Genau deshalb arbeiten heute Börsen, Banken und Behörden mit Blockchain Analytics Tools. Diese verbinden Wallets mit Identitäten, clustern Adressen und erkennen Muster wie Geldwäscherei-Routen, Sanktionsumgehungen oder Terrorismusfinanzierung.
Ironie:
Bargeld hingegen ist das wirklich intransparente System.
Wenn dir jemand 10’000 CHF in bar gibt, weiss niemand woher das Geld stammt, beispielsweise aus illegalen Quellen.
📍 Mythos 2: Kryptowährungen sind ein Werkzeug für Kriminelle
Dieses Bild ist extrem präsent. Darknet, Drogen, Hacker, Scam; bezahlt mit Kryptowährungen.
Doch die Daten erzählen eine andere Geschichte.
Realität (Chainalysis 2024):
Weniger als 1% aller Krypto-Transaktionen sind kriminell.
Zum Vergleich:
Fiat-Geld (staatliches Buch- und Bargeldsystem) wird laut FATF (Financial Action Task Force) und UN um ein Vielfaches häufiger für Geldwäscherei genutzt. Einfach, weil es kaum nachvollziehbar ist.
Warum Krypto für Kriminelle unpraktisch ist:
- Alle Transaktionen sind öffentlich zugänglich
- Assets können eingefroren werden
- Off-Ramps (Börsen, Banken) sind stark reguliert
→ FBI, Interpol und Europol nutzen aktiv Blockchain-Forensik, um Täter zu identifizieren.
📍 Mythos 3: Krypto hat keinen echten Wert
Diese Aussage klingt zuerst logisch. Es gibt keine staatliche Garantie. Keine physische Substanz.
Aber das trifft auf sehr viele Dinge zu.
Realität:
Wert entsteht durch drei Faktoren:
● Nutzen
● Akzeptanz
● Knappheit
Genau wie bei Gold, Aktien, Kunst.
Kryptowährungen, insbesondere Stablecoins wie Bitcoin und Ethereum, erfüllen diese Bedingungen.
Reale Anwendungen heute:
- internationale Zahlungen ohne Banken
- Tokenisierung von Immobilien und Assets
- digitale Identitäten
- Gaming, NFTs, Web3
📍 Fazit
Aus regulatorischer Sicht sind Transaktionen mit Kryptowährungen eine neue Assetklasse mit bekannten Risiken, einfach in neuer technischer Form.
Die zentrale Herausforderung liegt im richtigen Umgang mit den Daten, die sie liefert.
Gerade im Kundenonboarding für Banken wird das entscheidend:
- Woher stammen die Krypto-Vermögenswerte wirklich?
- Über welche Wallets sind sie geflossen?
- Gibt es Berührungspunkte mit High-Risk-Adressen oder sanktionierten Entitäten?
Genau hier setzen die Compliance-Trainings von Scale Compliance an.
Sie vermitteln wie:
- Blockchain-Daten interpretiert,
- Krypto-Transaktionen risikobasiert bewertet
- und Onboarding-Prozesse compliant an die neue Realität angepasst werden.















