
Pädagogische Hochschule Bern-Jura-Neuchâtel
HEP-BEJUNE
Pädagogische Hochschule Bern-Jura-Neuchâtel
Pädagogische Hochschule Bern-Jura-Neuchâtel
Überblick
41 Erfahrungen
Eine gute Ausbildung ist komplex. Sei es fachlich, sei es die Organisation davon. Natürlich entstehen bei flexiblen, modernen Lern und Lehrformen, welche zB Praktika enthalten, Aufwände und Ungereimtheiten (auf was sich viele hier beziehen). Ich selbst sehe die innovativste PH der CH, mit einem Ohr für Studis, mit modernen, flexiblen Lernformen. Sehr viel Praxisbezug. Viele tolle Dozierende, einige Krisen. Die gibt es überall. Das aller einzige, was ich auszusetzen habe, ist die Ausbildung gewisser Dozierender. Als Master Studi von jemandem ohne Master unterrichtet zu werden: Das geht gar nicht. Danke für alles, ihr habt mich super auf den LP Beruf vorbereitet!
Zuerst geht es um die Struktur des Studiums. Die PH betont, dass man seinen Stundenplan individuell zusammenstellen kann. In der Praxis ist das jedoch oft schwierig. Bei der Einschreibung sind die Server teilweise überlastet und viele Seminare schnell ausgebucht. Häufig bleibt einem nichts anderes übrig, als trotzdem ins Seminar zu gehen und die Dozierenden persönlich zu fragen, ob sie einen noch aufnehmen können. Auch organisatorisch ist die Planung teilweise kompliziert. Einige Seminare überschneiden sich zeitlich oder werden nicht im gleichen Semester angeboten. Dadurch verliert man schnell Zeit oder muss sein Studium verlängern. Ein weiterer Punkt betrifft den Zugang zu den Lernmaterialien. Viele Inhalte sind auf Ilias abgelegt und man erhält nur Zugriff, wenn man offiziell im Seminar eingeschrieben ist. Wenn man keinen Platz bekommen hat, hat man somit auch keinen Zugang zu den Materialien. Gleichzeitig wird auf einen allgemeinen Materialraum verwiesen, dieser ist jedoch oft kaum gefüllt. Dadurch wird es schwierig, Inhalte selbstständig nachzuarbeiten. Teilweise wird auch vorausgesetzt, dass man bereits eine eigene Klasse hat, um Unterrichtsideen auszuprobieren. Für Studierende ohne eigene Klasse ist das schwer umzusetzen. Auch der fachliche Fokus der Ausbildung beschäftigt mich. In manchen Fächern werden Inhalte behandelt, die für die Zielstufe nur bedingt relevant sind. In der Mathematik beschäftigen wir uns beispielsweise mit der Herleitung verschiedener mathematischer oder algebraischer Formen. Gleichzeitig fehlt manchmal der Fokus darauf, wie man Schülerinnen und Schüler bei grundlegenden Schwierigkeiten unterstützen kann, etwa bei Brüchen oder Wurzeln. Zudem habe ich teilweise den Eindruck, dass die Gewichtung zwischen den verschiedenen Modulen nicht immer ganz ausgewogen ist. Ein weiterer Punkt sind die Leistungsnachweise. Die Kriterien und Erwartungen werden meiner Meinung nach nicht immer transparent kommuniziert. Seit meinem Bachelorstudium hatte ich häufig das Gefühl, nicht genau zu wissen, was mich in einer Prüfung konkret erwartet. Zwar wird betont, dass man teilweise zwischen verschiedenen Prüfungsformen wählen kann, etwa zwischen einem Gespräch oder einer schriftlichen Prüfung. Trotzdem blieb oft unklar, worauf genau man sich vorbereiten soll. Im Austausch mit Studierenden von Universitäten habe ich gehört, dass sie teilweise mehr Inhalte bearbeiten müssen, dafür aber klarer kommuniziert wird, was in Prüfungen erwartet wird. Diese Klarheit habe ich an der PH manchmal vermisst. Für mich führte diese Unsicherheit immer wieder zu unnötigem Stress, weil ich nicht genau wusste, was beim Leistungsnachweis verlangt wird. Schliesslich habe ich auch den Eindruck, dass einige Dozierende relativ weit von der aktuellen Schulrealität entfernt sind. Manche unterrichten seit vielen Jahren nicht mehr selbst an einer Schule. Dadurch fehlt teilweise der Bezug zu aktuellen Entwicklungen im Schulalltag. Natürlich ist mir bewusst, dass man vieles erst im Berufsalltag wirklich lernt. Trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, dass mich die Pädagogische Hochschule nur teilweise auf die konkrete Realität des Schulalltags vorbereitet hat.
Meine Erfahrung mit der Pädagogische Hochschule Bern ist gemischt. Positiv sind einige sehr engagierte Dozenten. Der Studienplan wirkt teilweise sehr ideologisch aufgebaut und hat oft wenig Bezug zur tatsächlichen Praxis des Lehrberufs. Häufig stehen eher theoretische oder utopisch wirkende Konzepte im Vordergrund, während konkrete Vorbereitung auf den Schulalltag zu kurz kommt. Auch die Praktika sind zu sehr in eine Box gequetscht und fernab davon, wie das tatsächlich Planen und Organisieren im Alltag als Lehrperson abläuft. Viele Inhalte wiederholen sich zudem in verschiedenen Modulen. Insgesamt hätte ich mir deutlich mehr Praxisnähe bzw Realitätsbezug und eine bessere interne Organisation gewünscht. Wenn man als Student einmal in eine unangenehme Situation gerät, fühlt man sich innerhalb der Strukturen extrem machtlos. Teilweise entsteht der Eindruck, dass man in solchen Fällen stark von den Entscheidungen der Autoritätspersonen abhängig ist und dagegen auch nicht wirklich vorgehen kann. Ich fürchte mich sogar, mit meinem Google Account eine Rezension zu schreiben… Edit: Dies habe ich auch in anderen Rezensionen hier gesehen und ist mir besonders wichtig, da das Gegenteil von der Seite der PH hartnäckig behauptet wird. „Es sei immer klar kriteriengebunden“ Der Punkt betrifft die Leistungsnachweise. Die Kriterien und Erwartungen werden aus meiner Sicht nicht immer klar und nachvollziehbar kommuniziert. Im Bachelorstudium hatte ich häufig das Gefühl, nicht genau zu wissen, was mich in einer Prüfung konkret erwartet bzw wie ein Lnw beurteilt wird. Zwar wird teilweise betont, dass man zwischen verschiedenen Prüfungsformen wählen kann, etwa zwischen einem Gespräch oder einer schriftlichen Prüfung. Dennoch bleibt oft unklar, worauf man sich inhaltlich und hinsichtlich der Anforderungen konkret vorbereiten soll, ebenso sind die Rückmeldungen bzw ob erfüllt oder nicht erfüllt nicht transparent, da auch Kriterien einen grossen Spielraum für Interpretationen haben und nicht fair und Transparent gestaltet sind und die Beurteilung schlussendlich stark vom Dozenten abhängt.
Leider höre und erlebe ich von verschiedenen Studierenden überwiegend negative Rückmeldungen. Hauptsächlich betreffen diese die Organisation und Durchführung des Studiums. Besonders problematisch sind häufige Änderungen bei Lehrplänen, Kriterien und Aufnahmebedingungen, die sich teilweise im Verlauf des Studiums und von Semester zu Semester ändern. Auch die Modulorganisation wird als sehr unübersichtlich wahrgenommen: Studierende müssen sich für verschiedene Module einschreiben, landen auf Wartelisten und wissen oft lange nicht, wie es weitergeht. Der gesamte Ablauf auf Bachelor- und Masterebene wirkt unnötig komplex. Zusätzlich kam es trotz erfolgreich abgeschlossenem Modul und mehrfachen Nachfragen dazu, dass die entsprechenden ECTS-Punkte nicht oder erst verspätet nachgetragen wurden. Solche administrativen Fehler verunsichern Studierende zusätzlich und erschweren eine verlässliche Studienplanung. Um überhaupt einen einigermassen klaren Überblick über den Studienverlauf zu erhalten, sind wiederholte Nachfragen bei verschiedenen Dozierenden praktisch unerlässlich. Das sollte aus meiner Sicht nicht nötig sein und deutet auf strukturelle Schwächen im System hin. Rückblickend bin ich sehr froh, mein Studium an der EHB absolviert zu haben und nicht an der PH Bern.
Dozenten grössenteils bereichernd und motiviert. Strukturen der Studienorganisation (v. a. BPA) und im IT-Bereich aber sehr chaotisch: Anmeldeprozess auf Bios für die Praktika und Lerngelegenheiten die reinste nervliche Zerreissprobe... Server dauer-überlastet und teils mit nicht nachvollziehbaren Fehlermeldungen. Extrem schwierig, so einen Praktikumsplatz zu finden, der dem eigenen Fächerprofil entspricht. Infos zum Anmeldeprozess sind auf Porta aufgrund der Unübersichtlichkeit nur schwer zugänglich.