Mit dem Studienabschluss schaffen Absolvierende eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Karriere. Doch damit ist es noch nicht getan: Je nach Studiengang musst du als Berufseinstieg ein obligatorisches Praktikum absolvieren, bei anderen hingegen wird ein Praktikum lediglich empfohlen. Im folgenden Beitrag erzähle ich dir, wie es nach dem Studium weitergehen könnte und wie du deinen erfolgreichen Karrierestart planst.

Was muss ich beim Berufseinstieg beachten? 5 Tipps!

Auf der einen Seite ist der erste Job ein wichtiger Schritt in dein eigenes und unabhängiges Leben. Auf der anderen Seite bringt dies auch neue Verantwortung mit sich. Der erste Tipp ist, dass man stets motiviert und aufgeschlossen an eine Aufgabe herangehen sollte. Auch wenn es vielleicht beim ersten Versuch bei der Stellensuche nicht funktioniert, so sollte man nicht gleich entmutigt sein. Zweitens sollte man versuchen, Probleme nicht als solche anzusehen. Viel mehr sind es Herausforderungen, an denen man wachsen kann. Drittens sollte man sich auch nicht scheuen, seine Vorgesetzten oder seine Kolleginnen und Kollegen um Rat zu fragen. Diese waren schliesslich auch schon einmal in dieser Situation und können somit eine beratende Funktion einnehmen. Zudem kann man sich von Kollegen oder dem Vorgesetzten auch ein Feedback geben lassen, sodass man die sich verbessern und weiterbilden kann. Auch eine professionelle Beratung kann einen weiterbringen. Viertens ist es wichtig, sich über Regeln und Gewohnheiten am neuen Arbeitsplatz zu informieren. Auf diese Weise kann man beispielsweise bei gemeinsamen Apéros oder Mittagessen Erfahrungen austauschen und neue Leute kennenlernen. So können dann Fragen geklärt werden, die noch nicht beantwortet wurden oder man findet auf diesem Weg eine Ansprechperson, die einem in Zukunft helfen kann, wenn Probleme beim Berufseinstieg auftreten. Denn die Stellensuche ist immer auch eine Herausforderung.

Können AbsolventInnen ihren Berufseinstieg schon während des Studiums vorbereiten?

Das Wichtigste ist, dass du dich informierst. Auf diese Weise kannst du deine Laufbahn planen und so einen Karriereplan erstellen. Du musst wissen, was du machen willst und wie deine Möglichkeiten aussehen. Es ist nicht schlecht, wenn du dir bereits vor dem Ende des Studiums Gedanken machst. Zu einer guten Vorbereitung während des Studiums gehört es, sich eine Bewerbungsmappe zusammenzustellen. Diese kannst du dann jeweils individuell auf einen Stellenbeschrieb anpassen und dem Unternehmen zustellen. Auch kann es beispielsweise helfen, während dem Studium bereits ein Praktikum zu absolvieren. Auf diese Weise kann man dann am Ende des Studiums bereits auf praktische Erfahrungen verweisen. Während dem Praktikum kann man sich leicht ein Netzwerk aufbauen und mit Hilfe von diesem einfacher an eine Stelle kommen. Falls man während dem Studium keine Zeit hat, so kann es Sinn machen, dies gleich nach dem Studium nachzuholen. Mit Arbeitserfahrung hat man nämlich auf dem Arbeitsmarkt bessere Möglichkeiten und der Berufseinstieg gelingt besser. Zudem fällt einem der Übergang vom Studenten- ins Berufsleben so etwas leichter.

Der erste Job legt den Grundbaustein für deine Karriere. Jede Art von Weiterbildung, die du zusätzlich machst, wird sich auszahlen. Denn auf diese Weise kannst du dich von deinen Mitstreitern abheben und auf dem Arbeitsmarkt punkten. Hast du beispielsweise einen zusätzlichen Excel Kurs belegt oder eine andere Fremdsprache gelernt, so kannst du dich auf dem Arbeitsmarkt von deinen Mitstreitern abheben. Was dir ausserdem weiterhelfen kann ist, Bereits während dem Studium, mit einem Nebenjob im entsprechenden Berufsfeld, zu machen. Auf diese Weise erlernst du bereits während dem Studium Praxiserfahrung, hast ein Netzwerk aufgebaut und kannst schon im Studium etwas Geld verdienen. Aber auch studentische Jobs, die nicht in deinem späteren Berufsfeld sind, bieten dir Unterstützung bei deinem Vorhaben. Denn auch dort kannst du Fähigkeiten erlernen, die dir im späteren Berufsleben helfen können. Ein Beispiel wäre der Umgang mit Kunden oder das Arbeiten in einem Team. Auch schon die Wahl von bestimmten Vertiefungen oder Wahlmodulen vor dem Studienabschluss kann dir den Berufseinstieg erleichtern. Wenn man danach beispielsweise an einem Vorstellungsgespräch mit etwas theoretischem Wissen punkten kann, öffnet dies einem so einige Türen. Zudem kann auch das Thema der Abschlussarbeit bewusst in eine bestimmte berufliche Richtung gelenkt werden.

Karrierestart: Wahl des Unternehmens für den Berufseinstieg

Es gibt verschiedene Einstiegsmöglichkeiten ins Berufsleben. Entweder wagt man den Direkteinstieg, was vor allem finanziell attraktiv ist, oder man absolviert zuerst ein Praktikum. Das Praktikum, ist zeitlich befristet und bringt einen kleineren Lohn mit sich. Es gilt jedoch als Türöffner beim Übergang von Studium zum Berufsalltag. Mit einem Praktikum kannst du erste Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln. Bei diesem Beschäftigungsverhältnis besteht auch oftmals die Möglichkeit auf eine Festanstellung, sofern dies von beiden Seiten erwünscht ist. Auf der anderen Seite gibt es ein Traineeprogramm. Dieses soll dir helfen, den Einstieg ins Berufsleben zu schaffen. Dabei erhältst du als Studienabgänger/in Einblick in verschiedene Bereiche und Abteilungen eines Unternehmens. Im Traineeship ist der Lohn höher als in einem Praktikum. Diese Stellen sind dementsprechend dünn gesät und deshalb sehr begehrt. Das hat zur Folge, dass die Unternehmen bei der Besetzung dieser Stellen wählerisch sein können. Es gilt also, sich bei der Bewerbung von der Masse abzuheben. Die Angebote in der Schweiz unterscheiden sich dabei von Kanton zu Kanton.

Auf der Karriereplattform Eduwo findest du Praktika, Traineeships, Studentenjobs oder dein Unternehmen für den Berufseinstieg. Auf dieser Seite ist es dir möglich, mit Mitarbeitenden eines Unternehmens auf Augenhöhe in Kontakt zu treten. Diese können dir dann als Experten/innen Auskunft über ihren Arbeitsalltag im Unternehmen geben dir Unterstützung bieten. Das kann dir helfen, herauszufinden, ob ein Unternehmen auch zu dir passen könnte und deinen Vorstellungen entspricht. Auf diese Weise kannst du auch die unterschiedlichen Anforderungen des jeweiligen Unternehmens an eine/n Bewerber/in herausfinden. Wichtig: Nicht alle Unternehmen wollen Master-Absolventen. Es gibt auch Unternehmen, die Berufserfahrung oder die Persönlichkeit höher gewichten.

Master nach dem Bachelorstudium: Lohnt sich das?

Der Bachelor zählt als vollwertiger Abschluss, dennoch hängen viele Studierenden noch einen Master als Weiterbildung an. Finanziell kann sich dies zwar lohnen, aber man kann auch ohne den Master Karriere machen. Im Allgemeinen kann man sagen, dass ein Master in den Naturwissenschaften wichtig ist, in der kreativen Branche geht es hingegen mehr um Kontakte und sonstige Erfahrungen. In den Geisteswissenschaften ist Berufserfahrung am wichtigsten. Wer eine Position in der Chefetage anstrebt, der sollte unbedingt einen Master machen. Mit dem Master hast du einen höheren Wissensstand und eine höhere Fachkompetenz für deine zukünftige Berufstätigkeit.

Wenn du bereits während dem Studium Pflichtpraktika hattest, so wird sich ein weiteres Praktikum nur mässig auszahlen. Es sei denn, du gehst in eine spezifischere Richtung einer Berufstätigkeit, dann kann ein zusätzliches Praktikum auch von Vorteil sein. Was sich auf jeden Fall anbietet ist, dass man zwischen Bachelor und Master ein Zwischenjahr einlegt und so herausfindet, was man nachher machen will. In diesem Jahr kann man vielerlei Erfahrungen sammeln. So kann man zum Beispiel einen Auslandaufenthalt machen und eine weitere Fremdsprache erlernen. Auch das hilft einem weiter: Beim Absolvieren des bevorstehenden Masterstudiengangs oder auch später bei der Jobsuche.

Viele Studierenden werden am Ende der Studienzeit mit der Jobsuche konfrontiert. Man hat jahrelang studiert und war fleissig, dann hofft man natürlich, auch erfolgreich ins Berufsleben einsteigen zu können und den Übergang nahtlos zu schaffen. Als grosser Stolperstein kann die mangelnde Erfahrung angesehen werden. Der/ die Arbeitgeber/in will sehen, dass du nicht «nur studiert» hast, sondern dich auch sonst engagiert hast und im besten Fall schon viel Erfahrung aus der Berufswelt mitbringst. Viel Erfolg beim Karrierestart!

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