Bald ist es wieder soweit: am 20. Oktober 2019 werden die Mitglieder des Nationalrats für die nächste Legislatur gewählt. Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger können mitentscheiden, welche Kandidaten Mitglieder des Nationalrats werden sollen. Wer soll deine Stimme vertreten?

In den Gesamterneuerungswahlen wird über die 200 Mandate des Nationalrats abgestimmt. Das heisst, Ratsmitglieder können entweder wiedergewählt oder neu gewählt werden. Diese 200 Sitze sind entsprechend der Einwohnerzahl auf die 26 Kantone verteilt.

Der Nationalrat wird auch als grosse Kammer des Parlaments der Schweizer Eidgenossenschaft bezeichnet. Die Wahl erfolgt nach einem Proporzsystem, wobei die Sitze im Verhältnis zu den Stimmen auf die Parteien verteilt werden. Vier Jahre beträgt eine Legislaturperiode. In dieser Zeit vertritt die Bundesversammlung, also alle Ratsmitglieder zusammen mit dem Ständerat, auch als die kleine Kammer des Parlamentssystems bekannt, die politischen Interessen der Schweiz. Während der Nationalrat das Schweizer Volk vertritt, ist der Ständerat für die Repräsentation der Kantone zuständig. In der Regel verhandeln beide Kammern getrennt.

Die wichtigsten Parteien

Die derzeit acht wählerstärksten und somit wichtigsten Parteien der Schweiz sind hier in alphabetisher Reihenfolge aufgelistet:

  • BDP (Bürgerlich Demokratische Partei)
  • CVP (Christlichdemokratische Volkspartei)
  • EVP (Evangelische Volkspartei der Schweiz)
  • FDP (Die Liberalen)
  • GPS (Die Grünen)
  • GLP (Grünliberale)
  • SVP (Schweizerische Volkspartei)
  • SP (Sozialdemokratische Partei)

Wer sich noch unsicher ist, welche Partei den eigenen Vorstellungen am besten entspricht, kann sich zum Beispiel ganz einfach über den parteienkompass.ch informieren. Nach einigen beantworteten Fragen werden einem die Parteien mit der grössten Übereinstimmung der eigenen politischen Meinung präsentiert.

Unterschiedliche Themen, die die Menschen bewegen

Als grösste Sorgen der Wahlberechtigten gelten die Asylpolitik und die Gesundheitskosten der Schweiz, aber auch das EU-Rahmenabkommen, der Klimawandel und die Gleichberechtigung sind Themen, die bewegen. So unterschiedlich wie die Meinungen der Menschen sind auch die Parteien, die diese wiederspiegeln. Spannend ist auch, dass ältere und jüngere Stimmbürgerinnen und Stimmbürger verschiedene Ziele und Ängste haben. So ist beispielsweise der Umweltschutz ein politisches Sujet, das insbesondere die Jüngeren beschäftigt.

Mit der jetzigen Politik ist die Mehrheit laut einer Umfrage von Vimentis wohl eher unzufrieden ̶ ein Grund mehr, diesen Oktober wählen zu gehen und mit seiner Stimme für (zumindest aus eigener Sicht) positive Veränderung zu sorgen.

Quelle: unsplash

Das Wahlrecht nutzen

Die Freiheit des Wählens ist ein Recht und Privileg, das man nutzen sollte. Demokratie, die “Herrschaft des Volkes”, lebt von den Wahlen und vertritt die Ansichten der Meisten. Wer also nicht wählt, wird nicht gehört und kann auch nichts bewegen. Dabei gibt es keinen leichteren Weg, die Politik aktiv mitzubestimmen, als wählen zu gehen.

Selbst wenn keine Partei haargenau die eigenen Ansichten trifft, so gilt es, einen sinnvollen Kompromiss zu finden und die Partei zu wählen, die am besten den eigenen Vorstellungen entspricht, damit diese in der Politik vertreten werden können. Die Schweizer Wahlberechtigten entscheiden bei den Nationalratswahlen darüber, wer sie repräsentieren soll. Mach auch deine Stimme geltend und geh am 20. Oktober wählen!

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