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Küchengeräte, Notebooks oder Drohnen – das Angebot bei Fust ist riesig. Im Interview erzählt uns Thomas Giger, CEO der grössten Schweizer Fachgeschäftskette in der Heimelektronik-Branche, von seinem Führungsstil und seinen Zielen und verrät uns, wie er sich nach einem vollen Arbeitstag erholt.

Welche Herausforderungen bringt Ihre Position als CEO mit sich?

Es ist spannend, für unser Unternehmen Visionen zu entwickeln und mit den verschiedenen Teams umzusetzen und gleichzeitig das Tagesgeschäft mit seinen vielfältigen Aufgaben auf Kurs zu halten.

Auf welche Werte und Eigenschaften achten Sie bei Ihren Mitarbeitern?

Mitarbeitende sollten grundsätzlich eine positive Einstellung haben. Daraus ergeben sich Schlüssel-Eigenschaften: Lösungsorientierung, Offenheit, Transparenz, Erfolgsfokus, Eigen-Initiative, Selbstmotivation und Durchhaltewillen.

Wie ist Ihr persönlicher Führungsstil?

Jede Führungssituation und jeder Mitarbeitende erfordert einen individuellen und situationsgerechten Ansatz. Ich versuche, meine Mitarbeitenden so zu unterstützen, dass sie selber in der Lage sind, für die anstehenden Herausforderungen optimale Lösungen zu finden und sich dadurch weiterentwickeln können.

Was machen Sie nach einem stressigen Arbeitstag?

Nach Lust, Laune und noch vorhandenem Energielevel: Das Zusammensein mit der Familie, ein feines Nachtessen mit oder ohne Kultur oder Sport.

Wie sieht Ihr Bildungsweg aus?

Ich lasse mich von meiner Neugier leiten. Bereits bei der Studienwahl war das so: Ich studierte Geschichte, Publizistik und Politische Wissenschaft. Übersetzt ins heutige Bildungssystem bin ich ausgebildeter «Master of Arts».

Welche Ziele möchten Sie mit Ihrem Unternehmen noch erreichen?

Wir entwickelten uns zum grössten Heim-Elektronik-Anbieter in der Schweiz. Parallel dazu haben wir in den letzten Jahren unser Unternehmen einem intensiven Innovations- und Transformations-Prozess unterzogen. Interne und externe Abläufe wurden konsequent digitalisiert. Das schafft neuen Raum für weiteres Wachstum.

Wie kritikfähig muss ein CEO sein?

In jeder Führungsposition ist es wichtig, ein Vertrauensverhältnis zu den Mitarbeitenden aufzubauen. Die Mitarbeitenden sollen spüren, dass man auch Kritik anbringen darf und soll.

Haben Sie ein persönliches Vorbild?

Mich faszinieren alle Menschen, die mit Herzblut, Begeisterung und Kreativität ein Ziel verfolgen.

Werden junge Menschen genügend auf die Berufswelt vorbereitet?

Wenn ich sehe, welche Lerninhalte meine beiden Söhne im Gymnasium für Prüfungen zu lernen haben, dann sehe ich einigen Verbesserungsbedarf im Bildungssystem. Auf der anderen Seite machen wir gute Erfahrungen mit unseren Trainees, die mit Bachelor- oder Master-Abschluss bei Fust in die Berufswelt einsteigen. Der hohe Praxisbezug in der Ausbildung und die grosse Methoden-Kompetenz sind wertvoll für die ersten Berufsjahre.

Welche Ausbildung würde Sie momentan interessieren?

Für den kurzfristigen Genuss: ein Barista-Kurs … – Spass beiseite: Mich interessiert fast alles, was mit Digitalisierung und den Auswirkungen auf unser Leben zu tun hat. Und heute kann man online als Autodidakt alles lernen, worauf man Lust hat

Haben Sie ein Erfolgsrezept für junge Menschen, die eine CEO-Position anstreben?

Ich würde empfehlen, sich nicht zu stark auf so ein weit entferntes Ziel zu fokussieren. Viel wichtiger scheint mir, dass man eine Tätigkeit findet, die zu gleichen Teilen Freude bereitet und Herausforderung darstellt. Wenn man mit Elan und Freude arbeitet, ist man auch erfolgreich. Was aber unbedingt auch dazugehört, ist Durchhaltewille und Glück. Kommt alles zusammen, werden immer die richtigen Türen aufgehen.



«Fust – und es funktioniert.» – mit diesem Slogan wirbt die Schweizer Fachgeschäftskette für Elektrohaushaltsgeräte und CO. Seit bereits zehn Jahren sorgt Thomas Giger als CEO dafür, dass dieses Versprechen eingehalten wird. Neben seiner Führungsposition ist Thomas Giger zudem als Verwaltungsrat bei nettoshop.ch und Service 7000 AG tätig. Davor hat der vielfältig Interessierte für mehrere Jahre bei Sony gearbeitet.

Wir danken Thomas Giger für das Interview.

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