Uns Studierenden fällt es im Moment nicht leicht, unter diesen Corona-Umständen zu Hause zu arbeiten. Viele von uns lernen zum Beispiel gerne in der Bibliothek, weil sie dort nicht abgelenkt sind. Auch das ist nun nicht mehr möglich. In diesem Beitrag erzähle ich dir, wie ich es geschafft habe, mich dennoch zu motivieren.  

Die Coronakrise nimmt uns alle mit. In meinem Umfeld geht jeder ein wenig anders damit um. Ich als Studentin sollte es mir eigentlich gewohnt sein, zu Hause zu lernen. Aber dieses Mal ist es anders. Denn in der aktuellen Lage sollten wir das Haus nur für notwendige Besorgungen verlassen und sonst zu Hause bleiben. Ich als offener, kommunikativer Mensch habe ziemlich Mühe mit diesem isolationsähnlichen Zustand. Ich würde sagen, mir fällt die Decke auf den Kopf und der Ausgleich fehlt mir. Ich habe eine ganze Woche gebraucht, mich in diese neue Art von Studieren zu Hause einzugewöhnen. Man kämpft sich von einer Aufgabe zur nächsten, man müht sich mit neuen Video-Konferenztools ab und hört Vorlesungspodcasts. Man braucht ein paar Tipps und Tricks, um das zu Hause Lernen produktiv zu nutzen.

Die Gefahren im Homeoffice

Es ist wichtig, dass du dir feste Zeitfenster setzt. Sonst läufst du Gefahr, dass du dich in Kleinigkeiten verlierst und leicht ablenken lässt. Auf der anderen Seite kann es auch passieren, dass du in einer Sache versinkst und diese dir schlussendlich den ganzen Tag raubt. Falls möglich, solltest du dir einen fixen Arbeitsplatz einrichten, so dass du in dieser Home-Office Zeit nicht gleich abgelenkt wirst und dich auch wohl fühlst.

Wer im Homeoffice arbeitet, der muss auch eine gewisse Selbstdisziplin an den Tag legen. Ein Tipp für mehr Selbstdisziplin ist sicherlich, das Handy auszuschalten oder wegzulegen. Dort lauern beinahe die meisten Ablenkungen. Was zudem nicht gerade Disziplin vermittelt ist, wenn man den Pyjama anlässt. Die meisten Menschen verbinden den Pyjama mit einer gemütlichen Stimmung und Feierabend. Diese Stimmung ist Gift für das erfolgreiche Arbeiten zu Hause. Steh also am Morgen so auf, als würdest du an die Uni oder zur Arbeit gehen. Geh duschen, zieh dich an, iss dein Frühstück und starte möglichst «normal» in den Tag. 

Die Lösung:
Lernplan und To-do Liste

Eine sinnvolle Lösung, um die Zeit zu Hause erfolgreich zu meistern, ist ein Lernplan. Wie erstellt man aber nun einen Lernplan? Wichtig ist es erstmal, dir einen Überblick zu verschaffen, was alles ansteht. Ich persönlich erstelle mir dafür eine Tabelle, in der ich links die Wochentage und oben die Kalenderwoche aufschreibe. So sehe ich, wann welche Abgabe fällig ist und wann meine Prüfungen sind. Natürlich ist es auch wichtig, einen Überblick über deinen Lernstoff zu gewinnen, dafür eignet sich eine Art Inhaltsverzeichnis des Stoffes wohl am besten. Auf der Website «Studienstrategie» haben sie sechs Kriterien aufgestellt, welche ein guter Lernplan erfüllen sollte. Dein Lernplan sollte demnach übersichtlich sein, Meilensteine setzen, Zeitfenster festmachen, flexibel bleiben, motivierend sein aber auch eine Kontrollfunktion ausüben.

Gerade während dieser Corona-Zeit, in der man vielerlei Aufträge statt Seminaren erledigen muss, hilft auch eine To-do Liste, in der du einfach alle Aufträge auflistet, welche du diese Woche erledigen musst. Im Internet findest du vielerlei Hilfestellungen, wie man einen idealen Lernplan oder eine To-do Liste kreieren kann. Natürlich musst du den Lernplan sowie auch die To-do Liste auf deine Bedürfnisse abstimmen und somit personalisieren.

Personalisiere deinen Lernplan

Du denkst jetzt vielleicht: Wieso sollte ich so viel Zeit in einen Lernplan investieren, anstatt diese Zeit schon fürs Lernen zu nutzen. Da sage ich nur: Gute Planung ist die halbe Miete. Denn wenn du dir wirklich einen sinnvollen Lernplan erstellst, geht das Lernen nachher auch viel leichter von der Hand. Andere werden sagen, ich halte meinen Lernplan sowieso nie ein, wozu also ein Lernplan? Auch diese Frage ist berechtigt. Ein guter Lernplan soll flexibel bleiben, so dass du ihn ändern kannst, wenn du schneller oder langsamer vorankommst. Der Lernplan dient dabei viel mehr als Anker, an welchem du dich in der stressigen Phase festhalten kannst.  

Der Lernplan sollte perfekt auf dich abgestimmt sein. Bist du eher ein Morgenmensch, so versuche die Morgenstunden möglichst produktiv zu nutzen. Bist du hingegen eine Nachteule, so kannst du vielleicht am Morgen mit Sport beginnen und gegen Mittag mit dem Lernen weiterfahren. Bei einem guten Lernplan darf man aber die Pausen nicht vergessen. Auch diese sollten einen festen Bestandteil im Lernplan einnehmen. Diese kann man beispielsweise nutzen, um Sport zu treiben oder an die frische Luft zu gehen.

Schreib dir eine To-do Liste

Eine To-do Liste sorgt für Effizienz. Sie helfen einem, den Überblick zu bewahren, zudem fühlen wir uns gut, wenn wir etwas durchstreichen oder abhaken können. Das steigert die Motivation und somit auch die Produktivität. Du musst aber aufpassen, dass deine To-do Liste nicht unmöglich abzuarbeiten ist. Denn das kann dich demotivieren. Auf deine To-do Liste gehören alle Aufgaben, die nicht zu deinen regelmässigen Gewohnheiten zählen.

Wichtig ist es auch, Prioritäten zu setzen. Dafür arbeite ich persönlich gerne mit Farben. Die Farben könnt ihr am besten selbst zuteilen. Ich beispielsweise stufe sie nach Dunkelheit und Sättigung ab. Die wichtigsten Sachen sind am dunkelsten, während die Sachen, die noch Zeit haben, gar keine Farbe bekommen. Auf diese Weise erkennst du auf den ersten Blick, welche Aufgaben deine Prioritäten sein sollten.

Ich hoffe meine Tipps und Tricks helfen dir, das Online-Semester erfolgreich zu bestehen. Ich drücke dir die Daumen!

Fotos: Unsplash


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