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Martin Bundi, FDP-Politiker aus Graubünden, erzählt uns im Interview über seine Beweggründe für eine politische Karriere, wieso er sich für eine Lehre entschieden hat und warum Kritik etwas Gutes ist. 

Auf welchen Erfolg Ihrer bisherigen politischen Karriere sind Sie besonders stolz?

Ich bin politischer Neuling! Mein Einsatz für das Gemeinwohl als Unternehmer überragt jedoch diverse Leistungen vieler Politiker, wie beispielsweise die Gründung der Höheren Wirtschaftsschule Graubünden (HWSGR AG). Ansonsten freue ich mich über den Einsatz als GPK Mitglied auf Gemeinde- und Regionenebene.

Weshalb haben Sie sich für ein politisches Amt entschieden?

Ich bin motiviert, meine unternehmerischen Erfahrungen in die nationale Politik einzubringen. Dazu gehört auch der Kampf gegen zu viel Administration und Bürokratie, damit wir Unternehmer wirklich Unternehmer sein können.

Wo sehen Sie Verbesserungspotenzial für die Schweizer Bildungslandschaft?

Die Höheren Fachschulen und eidg. Fachausweise müssen national und international besser gestützt werden.

Trifft die Politik genügend Massnahmen für das Schweizer Bildungssystem?

Grundsätzlich ja, jedoch viel zu stark im Uni und FH Bereich.

Was raten Sie jungen Menschen, die eine politische Karriere anstreben?

Für sich und die Partei das Positive zu suchen, nach vorne schauen und nicht andere Personen und Parteien schlecht machen.

Wie gehen Sie als Politiker mit Kritik um?

Kritik bringt einen weiter, egal welche und die konstruktive sowieso.

Was sind die aktuell grössten Herausforderungen, denen unsere Gesellschaft ausgesetzt ist?

Facharbeitskräfte, Mut und Unternehmertum.

Lehre oder Studium?

Ich bevorzugte die Lehre, weil ich so rasch wie möglich ins praktische Berufsleben einsteigen wollte und dank dem dualen Bildungssystem meine Ziele dennoch verwirklichen wollte. Im Nachhinein war diese Entscheidung sicher sicher sehr gut, sonst hätte ich meine unternehmerische Fantasie nicht so umsetzen können.

Welche Veränderungen im Bildungssystem erwarten Sie in den nächsten Jahren?

Aufgrund der Digitalisierung wird sich einiges ändern. Ich bin überzeugt, dass auch nicht städtische Unis und FH in Zukunft mehr gefragt sein werden, da die Natur immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Welches Studium bzw. Weiterbildung würde Sie momentan interessieren?

Dipl. Rechtsfachfrau/ Rechtsfachmann HF, bei der HWSGR AG 😉.

Haben Sie ein (politisches) Vorbild?

Nein.

Zur Person:

In seiner bisherigen Zeit als politischer Neuling konnte Martin Bundi u.a. Arbeitsplätze in der Branche Bildung und Treuhand sowie neue Weiterbildungsangebote in seinem Heimatkanton Graubünden realisieren. Der 39-jährige Unternehmer wohnt in Trin und ist Vater dreier Mädchen.

Wir danken Martin Bundi für das Interview.

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