Man lernt nie aus. Zumindest nicht in der Schweiz, einem Land, das mit seinem komplexen Bildungs- und Weiterbildungssystem eine Vorreiterrolle in Europa einnimmt. Warum sich eine Weiterbildung trotz guter Grundausbildung lohnt, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Schon der antike chinesische Philosoph Laozi, geboren im Jahr 601 vor Christus, sagte: «Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück». Dieses mehrere Jahrtausende alte Zitat könnte auch aus der heutigen Zeit stammen. Nach wie vor ist Bildung eine der wichtigsten Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg in der Arbeitswelt.

Laut dem Bundesamt für Statisik haben im Jahr 2016 62.5 Prozent der 15- bis 75-Jährigen eine Weiterbildung besucht. Ausserdem haben Schweizer Unternehmen im Jahr 2015 0.8 Prozent ihrer Personalausgaben in Weiterbildungskurse investiert. Das heisst also, dass sich über die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer im relevanten Alter auch nach ihrer Schulbildung weiterbilden. Oftmals stehen die entsprechenden Personen bereits mit beiden Beinen im Berufsleben. Denn gute Jobchancen hat, wer mit der Zeit geht und sich vor allem auch im digitalen Bereich fit hält.

Sprachkurse, Gesundheit, Informatik sind besonders beliebt

Besonders beliebte Weiterbildungsgänge sind Sprachkurse. «Diese gehören mit einem Anteil von 16 Prozent an den innerhalb eines Jahres besuchten Kursstunden nämlich zu den Dauerbrennern in Puncto Weiterbildung», schreibt die Plattform professional.ch in einem Artikel. Aber auch Weiterbildungen im Gesundheitsbereich, im Informatiksektor und Kaderkurse erfreuen sich mit einem Anteil von je 10 Prozent grosser Beliebtheit bei der Schweizer Bevölkerung. Von Vorteil sei bei den Sprachkursen, dass die erlernten Kenntnisse im Arbeitsleben eingesetzt werden können, so Natascha Alibrandi, Leiterin Beratung und Marke bei professional.ch.

Bildungsgang Journalismus an der EB Zürich

Momentan besuche ich den Bildungsgang Journalismus an der Kantonalen Berufsschule für Weiterbildung EB Zürich im Seefeld, welcher dieses Jahr zum letzten Mal angeboten wird. Insgesamt kostet dieser Kurs knapp 6000 Franken, was im Vergleich zu privaten Anbietern ein günstiger Preis ist. Während des einjährigen Lehrganges lernen die Teilnehmenden das Handwerk des journalistischen Schreibens von Grund auf kennen. Verschiedenen Dozentinnen und Dozenten, die allesamt selbst journalistisch tätig und bestens vernetzt in der Branche sind, decken die vielfältigen Themengebiete ab. Unter anderem werden journalistische Formen wie Berichte, Reportagen, Interviews, Portraits behandelt – pro Darstellungsform müssen die Teilnehmenden jeweils eine Arbeit abliefern. Für diese Weiterbildung braucht es jedoch keinerlei Vorkenntnisse. Obwohl einige Kursteilnehmende bereits Erfahrung im Journalismus haben, ist das Fachgebiet für die Mehrheit komplettes Neuland. Zusätzlich zu den wöchentlichen dreieinhalbstündigen Kursnachmittagen, kommen zwei externe Workshops mit jeweils einer Übernachtung zu Beginn und zum Schluss des Bildungsgangs hinzu.

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