Wir alle kennen es: Jeder Lichtstrahl, jeder Ton schmerzt. Der eigene Atem ruft eine ganz schlimme Übelkeit hervor. Der Magen-Darm-Trakt hat das Gefühl, er müsse sich auf eine kurz bevorstehende Darmspiegelung vorbereiten. Und natürlich tut der Kopf weh. Sehr sogar.
Und wer ist schuld an der viel zu vertrauten Misere? Der liebe Alkohol – und natürlich man selbst.
Ich weiss ja nicht, wie’s bei euch so aussieht, aber ich zumindest frag mich bei jedem Kater erneut: Wieso tu ich mir das eigentlich an? Ist es das wert?
Eine Antwort darauf hab ich nicht. Noch nicht. So sitze ich nun seit zwei Stunden im Zug, vegetiere so vor mich hin und versuche, mich an die Einzelheiten der gestrigen Nacht zu erinnern. In meinem Kopf führe ich ein kleines Gespräch mit mir selbst, wie schon des Öfteren:
War’s ein lustiger Abend? Ja.
Wäre er genau so witzig gewesen ohne Alkohol? Nein.
Brauchte es denn wirklich so viel Alkohol? Wahrscheinlich nicht.
Ich komme zum Schluss (und das nicht zum ersten Mal…), dass nicht der Alkohol das Problem ist, sondern das Mass, das bei mir immer mal wieder zu hoch ausfällt. Leider.
So schwör ich mir, dass ich beim nächsten Mal einfach früher aufhören werde mit dem Trinken, und weiss schon jetzt: Das wird sowas von nicht passieren.
Ich muss zugeben: Ein wenig deprimierend ist diese Unterhaltung mit mir selbst schon. Vor allem, weil ich weiss: Es wird nicht die letzte dieser Art sein.
Klingt vertraut?

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