Bald ist wieder Prüfungszeit und viele sind schon mitten in der Lernphase. Doch wie lernt man richtig? Welche Lernmethode ist die beste? Finde mit unseren Tipps heraus, welche Lerntypen es gibt und wie du dich am besten auf die Prüfungen vorbereitest.  

Es ist wieder so weit: Die Semesterprüfungen rücken näher und der Lernstress sitzt einem im Nacken. Bei der Prüfungsvorbereitung verfolgt jeder seine ganz eigene Strategie, ein Richtig oder Falsch gibt es dabei nicht. Jedoch gibt es je nach Lerntyp unterschiedliche Methoden, die dir das Büffeln sehr erleichtern können.

Der auditive Lerntyp

Der auditive Lerntyp profitiert von gehörten Informationen. Er lauscht gerne Hörbüchern oder Podcasts und kann mit schriftlichen Informationen meist wenig anfangen. Vor allem bei Vorlesungen ohne Anwesenheitspflicht, wenn viele Studierende den Stoff lieber zu Hause mit dem Skript aufarbeiten, ist es für den auditiven Lerntyp wichtig, dass er die Vorlesung besucht und den Vorlesungsinhalt „live“ hört. Einige Hochschulen stellen ihre Vorlesungen auch online als Audiodatei zur Verfügung. Davon profitiert der auditive Lerntyp, denn er kann während der Prüfungsvorbereitung die Vorlesung als Podcast nachhören – sei es während der Zugfahrt, beim Putzen oder Joggen.

Der Prüfungsstoff wird auch dann gut verarbeitet, wenn der auditive Lerntyp sich einen Text laut vorliest oder während dem Lernen Selbstgespräche führt. Ein weiterer Tipp: Eigene Zusammenfassungen des Prüfungsstoffes mit dem Handy aufnehmen und dann nachhören.

Der visuelle Lerntyp

Der visuelle Lerntyp lernt am besten, wenn er Informationen liest oder Inhalte durch Grafiken und Bilder visualisiert. Während andere Lerntypen gelesene Informationen oft schlecht behalten können, bleiben diese beim visuellen Lerntyp hingegen sehr gut hängen.

Nicht nur das Lesen ist für den visuellen Lerntyp wichtig, sondern auch das Schreiben. Schriftliche Zusammenfassungen und Vorlesungsnotizen sind dem visuellen Lerntyp eine wichtige Stütze. Dabei ist es besonders hilfreich, wenn in die Vorlesungsnotizen Bilder oder sonstige Veranschaulichungen eingebettet werden. Hapert es beim Merken von sehr komplexen Inhalten, greift der visuelle Lerntyp am besten selbst zum Stift und zeichnet eigene Bilder, Mindmaps oder Grafiken. Zentral für diesen Lerntyp ist: Der Lernstoff muss visuell sichtbar sein. Entweder schriftlich oder bildlich, idealerweise sogar beides in Kombination.

Der kommunikative Lerntyp

Der kommunikative Lerntyp kann sich Dinge vor allem dann gut merken, wenn er sich mit anderen darüber austauscht. Er lernt am besten, wenn er sich aktiv an Diskussionen und Debatten beteiligt, denn der Dialog ist für diesen Lerntyp zentral. An der Uni profitiert er deshalb vor allem von Gruppenarbeiten und kleineren Veranstaltungen wie Seminare oder Tutorate, bei denen ein interaktiver Austausch zwischen Studenten und Dozenten stattfindet. Der kommunikative Lerntyp denkt oft laut und am liebsten zusammen mit einem Gegenüber, das ihm zuhört, mitdiskutiert und ihm neue Denkanstösse liefert. Während der Prüfungsvorbereitung sollte sich der kommunikative Lerntyp deshalb einer Lerngruppe anschliessen, in der er sich mit Gleichgesinnten über den Prüfungsstoff austauschen kann und in der er sowohl die Position des Fragenden, wie auch des Erklärenden einnimmt.

Der motorisch-handelnde Lerntyp

Der motorisch – handelnde Lerntyp ist vor allem praktisch orientiert. Er packt gerne selber an und ist am liebsten unmittelbar am Lernprozess beteiligt. Motorische Lerntypen können den Lernstoff am besten behalten, wenn sie die Informationen durch Handeln, Fühlen oder Bewegung aufnehmen. Dieser Lerntyp muss anfassen, ausprobieren und den eigenen Körper benutzen können. Wenn nur möglich, sollte dieser Lerntyp Experimente selber ausüben, Dinge nachbauen und sich Lernmaterialien zum Anfassen besorgen. Es kann auch schon helfen, Gegenstände mit bestimmten Informationen zu verknüpfen, um sich so zum Beispiel Wörter besser zu merken.

Der motorische Lerntyp ist sehr bewegungsorientiert, während dem Lernen hilft ihm das Ausführen von Gesten, die Lerninhalte zu unterstreichen und im Gedächtnis zu verankern. Dieser Lerntyp läuft während dem lernen auch gerne im Zimmer auf und ab, geht mit seinen Karteikarten draussen spazieren oder rennt, mit einem aufgeschlagenen Lehrbuch vor sich, auf dem Laufband.

Mischtypen

Jeder Lerntyp hat bei der Prüfungsvorbereitung spezifische Vorlieben und Stärken. Es gibt jedoch auch Mischtypen, die am besten mit einer Kombination von verschiedenen Ansätzen lernen. Ein visueller und auditiver Typ zum Beispiel lernt gut mit Lehrvideos, oder ein motorisch-kommunikativer Typ experimentiert gerne in einer Gruppe um die Ergebnisse anschliessend diskutieren zu können. Es ist sehr hilfreich, seinen Lerntyp zu kennen. Jedoch darf man sich dabei auch nicht zu schnell auf eine Lernmethode versteifen und sollte immer offen für neues sein.

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