Seit einigen Jahren boomt der Begriff „Superfood“ in den sozialen Medien und in Foodblogs. In diesem Artikel sollen einige der bekanntesten Super- und Brainfoods vorgestellt werden.

Die Generation Y lebt gesundheitsbewusst – essen ist längst mehr als reine Nahrungsaufnahme und Sättigung. Heutzutage gibt es zahlreiche alternative Lebensstile, was die Ernährung anbelangt. Veganismus, Clean Eating, Superfood – man ist eben, was man isst und das mehr denn je. Doch was steckt hinter Heidelbeeren, Avocados, und Co. – und wie können sie dir beim Lernen helfen?

Was bedeutet Superfood?

Der Begriff „Superfood“ stammt aus dem Marketing und ist nicht primär wissenschaftlich. Lebensmittel mit diesem Label sollen besonders gesund, reich an Vitaminen und Mineralien und immunstärkend sein. Besonders populär sind Heidelbeeren, Gojibeeren, Chiasamen, Granatäpfel und Acaibeeren. Doch laut der Ärztezeitung ist vieles gar nicht bewiesen. Vor allem exotische Produkte seien kritisch zu begutachten. „Bei exotischen Lebensmitteln ist das Risiko viel größer, dass trotz Bio-Siegel die Vorgaben nicht eingehalten werden“, so die Ernährungsexpertin Regina Aschmann. Wer einen ausgeglichenen Lebensstil hat und sich regelmässig bewegt, brauche keine Superfoods. „Es wird das Blaue vom Himmel versprochen und vieles ist nicht bewiesen“, so Aschmann weiter. Ausserdem empfiehlt sie, auf heimische Nahrungsmittel wie beispielsweise schwarze Johannisbeeren oder Brennnesseln zurückzugreifen.

Brainfood – die Nahrung fürs Gehirn

Wer sich geistig fit halten will oder viel lernen muss, ist gut beraten, sich gesund zu ernähren. Besonders Omega-3-Fettsäuren seien gut für die Nerven, so Ernährungsberaterin Angela Clausen. „Rapsöl oder Walnussöl, fettreicher Fisch, Nüsse und Trockenfrüchte sollten also regelmäßig auf dem Speiseplan stehen“, so Clausen weiter. Nüsse würden zusätzlich Antioxidanzien, B-Vitamine und Mineralstoffe liefern. Doch auch mageres Fleisch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und pflanzliche Eiweisse können die Konzentration fördern. Ein perfekter Snack für eine Lernpause ist eine Banane, da sie viel Magnesium enthält oder auch ein Smoothie mit Jogurt. Doch die Zwischenmahlzeit sollte nicht zu schwer sein, weil sie sonst den Magen belastet und das Blut somit dem Gehirn nicht mehr zur Verfügung steht. Als ausgewogenes Frühstück empfiehlt Clausen: „Vollkornbrot oder auch Haferflocken liefern viele komplexe Kohlenhydrate. Sie dürfen deshalb im Frühstück nicht fehlen“.

Vorteile der veganen Ernährung

Über vegane Ernährung wird viel spekuliert, fast jeder hat eine Meinung dazu. Doch abgesehen vom ethischen Aspekt dieser Ernährungsform, der das Tierwohl an erste Stelle setzt, schwören viele auf die gesundheitlichen Vorteile. Laut vegawatt.de soll eine vegane Diät beim Abnehmen helfen und das Krebsrisiko vermindern. Man ginge davon aus, “dass Fleisch- und Milchprodukte das Krebsrisiko erhöhen, während es bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe gibt, die […] auch der Krebsentstehung vorbeugen können“, schreibt das Portal. Zu diesen zählen vor allem Obst, Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte und Weizenkeime.

Fazit

Wer sich viel bewegt, sich gesund ernährt und genügend Flüssigkeit zu sich nimmt, muss nicht unbedingt auf exotische Beeren und Früchte zurückgreifen. Worüber sich jedoch Experten/innen wie auch Foodblogger/innen einig sind: Nüsse und Hülsenfrüchte sollten Teil einer ausgewogenen Ernährung sein.

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