Finanzierung

Allgemeine Infos

Die Finanzierung deines Studiums oder deiner Weiterbildung ist ein wichtiger Bestandteil eines erfolgreichen Ausbildungsweges. Dieser ist aber oft mit organisatorischen und zeitlichen Mühen verbunden. Hier findest du dazu mehr Informationen, welche dir helfen, dich zurecht zu finden, dir die grundlegensten Fragen beantworten und dich an relevante Stellen weiterverweisen.

Dabei geht es einerseits um die Grundbildung, also um dein erstes Studium. Anderseits auch um die Finanzierung von Weiterbildungen. Diese umschliessen weiterführende Studien oder ein zweites Studium.
Letztere sind auch um einiges teurer als die Grundbildung, da sie selten und wenn, dann nur zu kleinen Teilen, staatlich unterstützt werden.

Kantonale und private Geldgeber

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Da die Grundausbildung als deine erste berufsqualifizierende Ausbildung eingestuft wird, handelt es sich dabei zumeist um eine Lehre oder ein Bachelor-Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschule. Die erste Ausbildung muss laut Artikel 277 im ZGB zwingend von deinen Eltern oder Erziehungsberechtigten unterstützt werden.
Laut dem Bundesamt für Statistik braucht ein Studierender durchschnittlich 1960 Franken im Monat. Wohnt man noch Zuhause muss man durchschnittlich mit weniger, 1380 Franken, rechnen. Ist man schon ausgezogen schlägt sich das in 2300 Franken pro Monat nieder.

Insgesamt kostet ein Studium zwischen 20'000 - 30'000 Franken pro Jahr. Verschieden Tabellen geben hierzu Überblick.

Eine Weiterbildung ist eine zweite oder weitere Ausbildung nach deinem ersten Studium oder deiner Lehre. Dabei kann es sich um einen Studiengang an einer höheren Fachschule, einem weiterführenden Master, die Berufsprüfung oder höhere Fachprüfung handeln. Oder es ist eine andere Weiterbildung, beispielsweise im Ausland oder an einer privaten Hochschule.

Ebenfalls unter Weiterbildungen gehören Diplome und Zertifikate wie das CAS, das DAS, der MAS, der MBA und der EMBA.

Insgesamt kostet ein Studium zwischen 20'000 - 30'000 Franken pro Jahr. Bei Weiterbildungen oder Studiengängen an privaten Hochschulen muss diese Zahl aber klar nach oben korrigiert werden. So kann eine international anerkannte Weiterbildung über 100'000 Franken kosten. 

Bei manchen Arten von Weiterbildungen übernimmt auch der Arbeitgeber einen Teil der Kosten oder geht auf ein geringeres Arbeitspensum ein. So unterstützen beispielsweise bis zu 35% der Schweizer Unternehmen Kurse, welche zu einem Abschluss der höheren Berufsbildung führen.

Die Weiterbildungen welche in dem Absolvieren der Berufsprüfung und höhere Fachprüfung münden, subventioniert der Bund, indem er Teile der Kosten übernimmt. Informationen findest du auf den Unterseiten für die beiden Prüfungen (Berufsprüfung, höhere Fachprüfung), auf der Website des Bundes sowie auf find your future.

Jeder Schweizer Kanton bietet Stipendien an, die Richtlinien unterscheiden sich je nach Kanton. Kantone unterscheiden zwischen Grund- und Weiterbildung: Nicht jeder Kanton kennt auch für Weiterbildung Stipendien. Stattdessen können Darlehnen beantragt werden. Diese müssen anders als Stipendien mit Zins zurück gezahlt werden. Die meisten Kantone halten den Zinssatz aber relativ tief.
Ebenso verfügen die meisten Kantone über einen Stipendienrechner, welcher dir im Voraus helfen soll dein Anliegen realistisch einzuschätzen.

Ausschlaggebend dafür, wo du ein Stipendien beantragen musst, ist dein Wohnsitz oder der Wohnsitz deiner Eltern bzw. Erziehungsberechtigten. Eine Übersicht der verantwortlichen Stellen findest du auf educa.ch. Auch Gemeinden, Fond oder andere private Stiftungen bieten unterschiedlich umfangreiche Stipendien oder Darlehen an.
Der Anspruch auf Stipendien lässt sich nicht pauschal benennen. Eine positive Zusage hängt stark vom Kanton, der Gemeinde oder der Stiftung sowie den eigenen persönlichen Umständen ab. Selbiges gilt für Darlehen.

Bekannte Schweizer Stiftungen sind beispielsweise die Pestalozzi-Stiftung oder die Schweizerische Studienstiftung. Unterstützung ist abhängig vom Wohnort, dem Einkommen und weiteren Kriterien. Es ist erlaubt sich bei mehreren möglichen Stiftungen gleichzeitig zu melden und zu probieren ein Stipendium oder ein Darlehen zu erhalten. Wer allerdings bereits kantonale Stipendien erhält muss dies zwingend angeben. Eine Übersicht der Stiftungen in der Schweiz findest du hier.

Eine weitere Anlaufstelle für Darlehen ist splend!t. Die Online-Plattform für Studierendendarlehen basiert auf dem Crowdfunding-Prinzip und verbindet Suchende mit privaten Investoren.

Drei von vier Studierenden gehen neben dem Studieren einer Arbeit nach. Sie arbeiten im Durchschnitt zwischen einem halben und zwei ganzen Tagen in der Woche.

Stefan Gerig von der Berufsberatungsstelle BIZ in Oerlikon erklärt im Beobachter:
"Die Studierenden wollen den Eltern nicht auf dem Portemonnaie liegen, sondern eigenes Geld verdienen." Laut Gerig wird Arbeitserfahrung während des Studiums immer wichtiger – "vor allem bei Studienrichtungen, die nicht direkt auf einen Beruf hinführen". Besonders fachspezifische Erfahrung sei für spätere Bewerbungen nützlich: "Wer im Marketing arbeiten möchte, sucht idealerweise in diesem Bereich einen Nebenjob. Auch wenn es vielleicht nur eine einfache Tätigkeit ist." Aber auch die Arbeit in einem Restaurant oder an der Kinokasse sage etwas aus. "Man zeigt, dass man mit der Doppelbelastung Stu­dium und Job klarkommt", so Gerig. Er rät jedoch zur Vorsicht: "Ob und wie viel man arbeiten kann, hängt stark von der Studienrichtung und von der Belastbarkeit des Einzelnen ab."

Gute Anlaufstellen für Studentenjob sind students.ch sowie Studentenjobs oder auch FunkyJobs.

Liste von Fixkostenstellen von Budgetberatung Schweiz:

- Semestergebühren und weitere Kosten für z.B. Schulmaterial, Exkursionen, etc.

- Fahrspesen (spezielle Tarife für Studierende beachten)

- Miete inkl. Nebenkosten für auswärtiges Wohnen, wenn das Pendeln zwischen elterlichem Wohn- und gewähltem Studienort nicht möglich ist. In diesem Fall muss auch an die Wohnnebenkosten gedacht werden.

- AHV-Beiträge für Studierende ohne Nebenerwerb

- Steuern - Krankenkassenprämie (Prämienverbilligung beantragen)

- Mobiliar- und Haftpflichtversicherung

Weitere variable Kosten sind Nahrung, Kleider, Freizeitaktivitäten, Handy und Gesundheitskosten.



Eindrücke, ungewöhnliche Nebenjobs und mehr


 

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