Fragst du dich auch: Welcher Studienplatz ist der richtige für mich? Wir stellen dir eine kompakte Studienberatung mit den passenden, weiterführenden Links zusammen. Mit diesem Fahrplan fällt es dir leichter, deine perfekte Studienrichtung zu finden.

Es gibt in der Schweiz insgesamt elf Studienfelder, aus denen du deinen  gewünschten Studiengang wählen kannst. Kaufmännisch, technisch oder künstlerisch? Dank der Bandbreite deckt das Studienangebot zahlreiche Möglichkeiten ab und unterstützt dich dabei, ein Studium zu finden, das gut zu deinen Wünschen und Zielen passt.

Hier bekommst du einen kleinen Überblick; die Links führen dich zu detaillierten Beschreibungen, in denen du gezielt die einzelnen Angebote aller Studienfächer und der jeweiligen Schweizer Studienorte recherchieren kannst.

Mathematik, Informatik

Informatik wird als Schnittstelle zwischen Mathematik und Ingenieur- und Naturwissenschaften immer relevanter. Mathematik wird nur an Universitäten angeboten, Informatik auch an Fachhochschulen. Beide Fächer liefern Grundlagen für andere Disziplinen und Absolventen sind wegen der zunehmenden Digitalisierung gefragt.

Natur und Umwelt

Das Feld deckt Naturwissenschaften wie Biochemie, Chemie und Physik ab, ebenso Forstwissenschaften, Life Sciences, Umweltwissenschaften und Geografie. Ebenso vielfältig sind die beruflichen Perspektiven in Entwicklung, Produktion, Beratung, Planung oder in Verbänden.

Sprache, Literatur, Kommunikation, Information

Dahinter verbergen sich alle allgemeinen und speziellen Sprach- und Literaturwissenschaften, aber auch Medien-orienterte Berufe wie Journalismus oder Kommunikation.

Recht und Wirtschaft

Das Studienangebot umfasst sehr unterschiedliche Studienfächer, die den Rahmen für die Wirtschaft bilden, darunter Jura, Marketing, Versicherungswesen, Facility Management, Verkauf, Wissensmanagement oder Personalwesen. Diese Vielfalt bildet sich natürlich in den beruflichen Perspektiven ab.

Kunst, Musik, Design

Kreative Studiengänge wie Konservierung, Kunstgeschichte, Produktdesign, Musikwissenschaften oder Theaterwissenschaften führen oft zu Berufen in künstlerischen oder gestalterischen Bereichen, gelten andererseits aber auch als Berufe mit wenig ausgeprägten Jobchancen.

Unterricht, Pädagogische Berufe

Der Bereich umfasst Pädagogik für alle Altersstufen sowie Coaching und verschiedene Formen der Sonderpädagogik.

Medizin, Gesundheit, Sport

Hier findet sich neben Human- und Veterinärmedizin auch ein Studienangebot für verschiedene therapeutische Berufe. Einige Studiengänge in diesem Bereich haben eine Zulassungsbeschränkung und erfordern einen Eignungstest.

Soziales und Sozialwissenschaften

Diese Studienfächer beschäftigen sich mit gesellschafts- und sozialwissenschaftlichen Anliegen. Sie decken unter anderem Kultur, Politik, Pädagogik und Psychologie ab.

Theologie und Religion

Theologen/innen arbeiten vor allem als Seelsorger:innen oder im pädagogischen / sozialen Bereich. Die Religionswissenschaften dagegen bieten keine spezifische berufliche Perspektive.

Technik und technische Wissenschaften

Das ausgesprochen breite Spektrum der Studienfächer reicht von Aviatik über Geomatik und Lebensmitteltechnologie bis Materialwissenschaft.

Historische und Kulturwissenschaften

Hier finden sich ausschliesslich universitäre Studiengänge wie Orientalisik, Archäologie, Judaistik und Philosophie, in denen die Wechselbeziehung zwischen Geschichte und Kultur untersucht wird. Der Berufseinstieg gilt als schwierig und führt oft in Archive, Museen, den Journalismus oder Verbände.

Informiere dich mit einem Selbsttest!

Bei dieser grossen Auswahl kann man schnell aus der Puste kommen. Denn es gibt einige Überschnitte, die dasselbe Grundinteresse in ganz unterschiedliche Richtungen lenken können.

Informiere dich zuerst ein bisschen über dich selbst: Je besser du deine Interessen, deine Lieblingsfächer und Stärken kennst, umso leichter fällt dir eine bewusste Entscheidung bei der Studienwahl. Am besten gelingt das schriftlich, weil du dir so über diese Punkte effizienter im Klaren wirst. Schulnoten spielen eine untergeordnete Rolle; viel wichtiger ist das Interesse an einem Fachgebiet. Denn das ist es, was deinen inneren Motor antreibt.

Zur Planung kommen deine beruflichen Wünsche. Möchtest du zum Beispiel viel mit Menschen arbeiten? Schätzt du einen festen Arbeitsplatz am Schreibtisch oder kannst du dir einen Arbeitsplatz vorstellen, der dich immer wieder nach draussen führt? Kannst du serviceorientiert denken oder bist du eher ein stiller Tüftler? Solche Fragen helfen, die relevanten Fachrichtungen einzugrenzen und deinem Traumberuf näher zu kommen.

Eine wichtige Anlaufstelle vor der Studienwahl sind Infoanlässe von Hochschulen oder Maturanden-Messen, auf denen du dich persönlich über berufliche Chancen und Studienangebote informieren kannst. Nimm solche Angebote unbedingt wahr, wenn du offene Fragen hast. Eine ausführliche Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung bekommst du zudem in jedem Kanton und direkt an den Hochschulen bei Fachpersonen. Das gilt übrigens nicht nur für Abiturienten. Die Beratungen unterstützen auch später noch bei einer Standortbestimmung oder mit einer Laufbahnberatung. In der Regel gibt es Gespräche und diagnostische Testverfahren, die Neigungen, Begabungen und Motivation klären — hier bekommst du einen umfangreichen und hilfreichen Studienwahltest.

Übrigens: Alle Studienrichtungen veröffentlichen Details zu den Fächern, die zu einem Studiengang gehören. In den Unterlagen erfährst du, welche Schwerpunkte gesetzt werden und kannst überprüfen, ob das zu deinen beruflichen Zielen passt.

Bei eduwo.ch findest du eine Auswahl von Experten/innen oder ehemaligen Studierenden aus allen elf Studienbereichen, die dich bei deiner Entscheidung beraten. Mit wenigen Klicks triffst du deine Auswahl; über ein Formular kannst du einen ersten Kontakt herstellen.

Melde dich am besten auch gleich für den 20. Mai beim Online-Infotag von eduwo an!

Was bedeuten die Abschlüsse Bachelor und Master?

Der Bachelor ist der erste Abschluss, den du an einer Hochschule (Universitäre Hochschule, Fachhochschule, Pädagogische Hochschule) erwirbst und dauert typischerweise drei Jahre. Während des Studiums sammelst du ECTS-Punkte (European Credit Transfer System), die für Referate, Klausuren und Hausarbeiten vergeben werden. Dafür absolvierst du so genannte Module, jeweils mit Vorlesungen, Seminaren und Übungen. Deine ECTS-Punkte und die Beurteilung deiner Abschlussarbeit ergeben dann die Endnote.

In der Schweiz werden der Bachelor of Arts vergeben (BA) für Abschlüsse z.B. in Geisteswissenschaften, Künste und Pädagogik sowie der Bachelor of Science (BSc) für Abschlüsse z.B. in Naturwissenschaften, Wirtschaft und Gesundheit. Einzelne Fakultäten können weitere Abschlüsse verleihen wie den Bachelor of Law oder den Bachelor of Engineering.

Bachelorstudiengänge vermitteln das grundlegende Wissen, das zu einem Studienfach gehört. An einer Fachhochschule ist der Bachelor zugleich der berufsqualifizierende Regelabschluss. Er ist auch Grundlage für ein weiterführendes Masterstudium, das sich nicht zwingend anschliessen muss.

Der Master ist der zweite akademische Grad nach Abschluss eines Masterstudiums. Vergeben werden u.a. der Master of Arts (M.A.), der Master of Science (M.Sc.) oder der Master of Engineering (M.Eng.).

Der so genannte konsekutive Master baut auf dem Bachelorstudium auf und vertieft einzelne Fächer. Den nicht-konsekutiven Master machen Studenten, die nach dem Bachelor zunächst ins Berufsleben gegangen sind. Dann ist es sogar egal, welchen Bachelorabschluss man zuvor gemacht hat; man kann ein anderes Fach wählen, um interdisziplinär weitere Fähigkeiten und Kenntnisse zu erhalten.

Für den so genannten weiterbildenden Master benötigt man sogar Berufserfahrung als Voraussetzung. Ein typisches Beispiel ist der Master of Business Administration (MBA), der berufsbegleitend gemacht wird und für eine Management-Karriere notwendig ist.

Kann ich ohne Matura studieren?

Nur in wenigen Fällen nehmen Fachhochschulen Studierende auf Grund anderer Vorbildungen auf; das gilt auch für Weiterbildungen an einer FH Hast du keine gymnasiale Matura, ist die Berufsmaturität eine sinnvolle Alternative. Diese absolvierst du berufsbegleitend und hast damit sowohl einen Berufsabschluss in der Tasche als auch die nötige Zulassung zu einer Hochschule. So stehen dir zwei Wege offen.

Lohnt sich das Studieren?

Gegenfrage: Warum sollte es das nicht? Ein Studium vermittelt mehr als stures Pauken von grossen Wissensmengen. Es lehrt grundlegende Eigenschaften, die du im Job bestens brauchen kannst: Kritisches und eigenständiges Denken, Teamarbeit und systematisches Vorgehen.

Ausserdem gibt es Karrieren und Berufe, die ohne ein Studium nicht erreichbar sind. Ob das Bachelor, Master oder Promotion ist, hängt vom jeweiligen Berufsfeld ab.

Ein Studium ist also eine Investition in dich selbst. In der Regel sind die Einstiegsgehälter nach einem absolvierten Studium höher. Das Schweizer Bildungssystem bietet ausserdem die interessante Chance, mit einem Studium oder einer Weiterbildung berufliche Ziele effizient erreichen zu können. Du profitierst langfristig von diesem mehrstufigen Ausbildungssystem.

Das geht doch auch im Fernstudium?

Die meisten Studiengänge sind auf ein Vollzeitstudium ausgelegt. Das bedeutet, dass sich deine Tagesabläufe nach Vorlesungen, Praktika und Seminaren richten.

Möchstest du ein Studium berufsbegleitend absolvieren oder dich als Elternteil weiterbilden, kommt ein Fernstudium in Frage. Du muss nicht ständig vor Ort sein, sondern kannst dein Pensum individuell in deinen Tagesablauf einpassen. Es gibt Studienangebote, die speziell dafür eingerichtet sind sowie Studiengänge, bei denen beides denkbar ist.

Hier findest du die wichtigsten Basics für deine Entscheidung:

Manchmal finanzieren übrigens die Arbeitgeber das Studium oder einen Teil der Studiengelder, wenn du dich mit dem Abschluss besser qualifizierst und sie von deinem Knowhow profitieren. Frag’ ruhig einmal nach.

Wie finanziere ich ein Studium?

Wo wir gerade von der möglichen Finanzierung sprechen: Bei einem Vollzeitstudium kannst du das über Studenten-Jobs stemmen, über Stipendien oder Darlehen. Gerade letzteres will sehr gut überlegt und kalkuliert werden, denn das Geld muss mit Zinsen, wie bei jedem Kredit, zurück gezahlt werden. In vielen Fällen bezuschussen die Familien das Studium.

Bei einem Dualen Studium finanziert das Unternehmen die Ausbildung. Du erhältst ein Gehalt und allfällige Studiengebühren übernimmt der Arbeitgeber. Im Gegenzug verpflichtest du dich oft, dafür dann auch einige Jahre bei diesem Unternehmen zu bleiben. Anders gesagt, hast du eine konkrete Jobperspektive.

FH oder Uni?

In aller Kürze lässt sich die Antwort so zusammenfassen: Fachhochschulen beziehen aktiv die Praxis mit ein, während Universitäten am Puls von Forschung Wissen vermitteln. Eine FH bereitet also konkret auf einen Beruf vor, während die Optionen nach einem universitären Studium oft breiter sind. Dafür fehlt meist berufliche Erfahrung, für die du selbst durch Volontariate oder Praktika sorgen kannst. Eine ausführlichere Beschreibung der beiden Studienorte findest du in unserem Beitrag Uni vs. Fachhochschule — was lohnt sich für wen.

Mit diesen vielfältigen Hinweisen für das Vorgehen bei der Wahl deines Studiengangs bist du gerüstet für die Frage: Welches Studium passt zu mir? Für deine bewusste Wahl deiner Studienrichtung hier nochmal die wichtigsten Tipps im Schnelldurchgang:

Fünf Tipps zur Studienwahl

  1. Sei dir über deine Stärken und Interessen im Klaren — mache einen Studienwahltest
  2. Sprich mit anderen Studierenden und Absolventen — sie kennen die Fachrichtungen aus dem Effeff
  3. Informiere dich auf Plattformen — du bekommst umfangreiche Informationen und Bewertungen
  4. Informiere dich auf der Website der Hochschule — für alle spezifischen Details
  5. Besuche Studienmessen und Berufsmessen — alle Optionen auf einen Blick und an einem Tag
Du suchst das günstigste Handyabo der Schweiz?

Hinterlasse eine Nachricht

Dein Kommentar
Bitte gib deinen Namen an